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Buchführen-lernen - Lektion 34 - Einfache Buchführung ohne Verrechnungskonten EÜR

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Buchführen-lernen

Lektion 34 - Einfache Buchführung ohne Verrechnungskonten EÜR

In der Lektion 25 dieses Kapitels wurden Sie mit den Regeln der Bildung von Buchungsätzen vertraut gemacht. Dort haben Sie das universelle Gegenkonto, das in allen Buchungssätzen der einfachen Buchführung verwendet werden darf, das „Verrechnungskonto EÜR“ kennengelernt.

Die Betonung des letzten Satzes liegt auf dem Wort „darf“. Sie dürfen in der einfachen Buchführung auf die Angabe der Zahlungswege wie Bank, Kasse etc., oder anders gesagt, auf die Verwendung der FinanzKonten „Bank“ und Kasse“ verzichten. Die Entscheidung liegt bei Ihnen.

Da ich es aus meiner vieljährigen Praxis in der Buchführung weiß, dass viele EÜR-ler trotzdem gerne mit der Anwendung der o.g. Finanzkonten buchen, werde ich Sie an dieser Stelle auf diese Eventualität vorbereiten.

Die Finanzkonten „Bank“ und „Kasse“ haben die Ihnen bereits bekannte typische T-Kontenform mit der Soll- und Haben-Seite. Sie unterscheiden sich von den meisten bisher dargestellten Konten an einer Stelle:

Diese Konten haben immer einen Anfangsbestand (zum Jahresanfang) und einen Endbestand (zum Jahresende), der im Folgejahr wieder den Anfangsbestand bildet.

Jetzt merken Sie sich bitte folgende 3 Regeln:

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Das Konto „Kasse“ hat den Anfangsbestand immer im Soll.

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Das Konto „Bank“ hat den Anfangsbestand im Soll, wenn Ihr Bankkonto einen Guthaben ausweist.

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Das Konto „Bank“ hat den Anfangsbestand im Haben, wenn Ihr Bankkonto überzogen ist (im Minus).

Das Wort „Anfangsbestand“ wird ab jetzt als „AB“ abgekürzt.

Und so könnten die Finanzkonten „Kasse“ und „Bank“ mit positiven Anfangsbeständen zum Jahresanfang aussehen:

SKasseH
AB560,00  
SBankH
AB3.253,25  

Hätte die Bank einen negativen Anfangsbestand, würde das T-Konto so aussehen:

SBankH
AB2.090,60

Durch die gebuchten Betriebseinnahmen werden sich die Finanzkonten mehren (Sie erhalten Geld per Überweisung oder bar).

Durch die gebuchten Betriebsausgaben werden sich die Finanzkonten mindern (Sie überweisen oder zahlen bar).

Und nun noch 2 weitere Regeln, die Sie sich merken sollen:

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Finanzkonten mehren sich durch Umsätze und  Geldeinlagen (z.B. Privateinlagen).
Finanzkonten (Bank, Kasse, etc.) mehren sich im Soll.

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Finanzkonten mindern sich durch Betriebsausgaben und Geldentnahmen (z.B. Privatentnahmen)
Finanzkonten (Bank, Kasse, etc.) mindern sich im Haben.